Es lebe das Mountainbiken – es stirbt die Konny

Dass mein Vater ein berühmt berüchtigter Mountainbiker ist, ist nichts Neues.

Kopfschüttelnd hab ich immer vernommen, er habe die Großglockner Hochalpenstraße (von beiden Seiten) bezwungen, den Neusiedlersee in einer unglaublichen Zeit umrundet und sonst etliche Berge, Hügel, Erhöhungen etc. nur mit dem Bike (ohne Motor!!) bezwungen hat.
Jahrelang hat er mir erzählt, was für ein unbeschreibliches Gefühl es ist, wenn man die Bergspitze erreicht. Das Blöde war nur… weil es ein „unbeschreibliches Gefühl“ ist, konnte ich es nie nachvollziehen.

Mir „gings einfach nicht ein“, was daran so toll sein soll, wenn man auf einen Berg mit dem Rad fährt, sich halb ins Koma strampelt und oben komplett durchgeschwitzt ankommt, obwohl man ganz gemütlich mit dem Auto hätte „raufcruisen“ können ;).

Nachdem aber die liebe Konny endlich ihren Hintern bewegt hat und seit ca. einem Jahr mehr (oder weniger) intensiv Sport betreibt, hat sie sich doch tatsächlich entschlossen, das Gefühl erforschen zu wollen.

Klar, mit einem Berg hab ich natürlich nicht begonnen – der Hügel mit der Burg Kreuzenstein oben drauf ist ua. ein Teil der „Standardstrecke“ meines Vaters und seinen Freunden. „Die Erstlingsfahrer sollten die schaffen…“

Freudig kann ich berichten – ich habe dies Standardrunde ohne absteigen (!) bewältigt. Ich wäre teilweise zwar schon fast vom Mountainbike gefallen, ABER ich habs geschafft.

Und mein Vater hatte sowas von Recht. Das Gefühl IST unbeschreiblich. Das Adrenalin und die Endorphine, die mein Körper anscheinend ausgeschüttet hat, hätten sicher mehrere Luxuseckbadewannen füllen können.

Mittlerweile war ich drei Mal im schicken Biker-Dress unterwegs und kann zusätzlich den Wasch- und Michelsberg auf meiner Liste abhaken ;).

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