Stress beim Schi fahren

Hätte ja nie gedacht, dass dieser Sport so stressig sein kann, bzw. dass sich sieben Leute so schön in Grüppchen aufteilen können, dass die liebe Konny so ziemlich jeden hinterher hetzt.
Da hätten wir mal die ungarische Naturtalent-Spaßgruppe bestehend aus meiner lieben Mitbewohnerin Zuzu und ihren Freund Csaba.

Kurze Gruppennamenanalyse gefällig? Ungarisch dürfte klar sein… Zuzu kommt ja bekanntlich aus Ungarn und ihr Freund studiert in Budapest. Naturtalent ganz klar – Csaba stand an dem Tag unglaublicherweise erst das zweite Mal auf Schiern und brach sich trotzdem weder ein Schlüssel-, noch sonst irgendein Bein. Spaßig war es bei den Zweien sowieso die ganze Zeit, allein schon wegen Zuzu’s Outfit, das mal wieder spektakulär war.

Die einzigartige Haube ist ja schon vom Artikel „Eine Mitbewohnerin zum Knutschen“ bekannt und ausreichend beschrieben worden. Hinzu kam nun eine quietschgelbe Schihose (sehr praktisch, wenn man nach den Beiden Ausschau hielt) und – klar – knallrote Kniestrümpfe, die man aber leider leider auf der Piste nicht zu Gesicht bekam; passend übrigens zu den roten Handschuhen (soviel Abstimmung muss schon sein).

Neben ungewollten Kurzbesuchen im Tiefschnee, ausgefallenen Stürzen und unglaublicher Motivation den Tag auszunutzen tigerte das Team (fast) rast- und rauchlos die Pisten runter.

Als nächstes folgten die orangen, backfrischen und ausgekochten Pistenraudis in Endausbildung – kurz Petra & Rasha. Nachdem sich Rasha ein topmodisches neues Schioutfit zugelegt hatte, gehört sie nun definitiv fix zu den Schifahrern Ich bin ja soo stolz auf mein Mädl…

Aber so langsam kommt die Pistens.. aus ihr raus, denn die Frau ist schon so zügig unterwegs, dass ich mich nicht einmal nach den anderen umsehen konnte, als sie schon wieder unten und mit dem Schlepper (her special friend) bergauf unterwegs waren.

Es kam nicht nur ein Mal vor, dass ich auf einen Pfiff vom Lift reagierte und die beiden Mädls quietschfidel bereits ein weiteres Mal den Berg erklommen.

Schilehrerin Petra läutete sogleich die nächste Lehrstunde ein und lehrte Rashinashi das Fahren mit Schistöcken. Dem Unterricht konnte ich nur beipflichten, denn mit der Zeit wird das „Rasha antauchn“ auf der Geraden ein bissal anstrengend. Andererseits hat es immer so herzig ausgesehen, wenn meine Frau tapsend in zwei Zentimeter-Schrittchen vorwärts „grinste“ (was Zuzu übrigens auch gerne macht).

Die letzte und mit Abstand schnellste und eleganteste Gruppe waren die begnadeten Pistenwedler ohne Repeat- oder Slow-Motiontaste, weil man sie kaum sehen konnte, wenn sie an einem vorbei flogen.

Hier ist die Rede von Harald und Thomas, wobei Letzterer sogar noch eine unvergleichliche Zugabe brachte, als er eine Schneewolke unvergleichbarer Art drauflegte. Aufgrund des Schneetreibens (inkl. starker Wind von süd-südost) übersah besagter Herr nämlich den angeforenen Tiefschnee am Rand der Piste und überschlug sich gleich mehrmals frontal.

Verletzt hat er sich glücklicherweise nicht, zumindest blieb es bei einem ertragbaren Schmerz, der im rechten Bein lokalisiert wurde. Gleichzeitig präsentierte er sich mit weißer Augenbraue und einem gewaltigen Vorrat an Schnee in allen Taschen… meine Herren… so einen Sturz habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

Jo, und zum Schluss kam ich armer Tropf, der versuchte mal da, mal da anzudocken. Leider gestaltete sich das als sehr abenteuerlich, nervenaufreibend und – natürlich – dramatisch, da ja jedes Grüppchen ein anderes Tempo vorgab – somit verbrachte ich die meiste Zeit mit suchen, staunen, loben, holen, schieben, stützen und lachen. Einfach herrlich – hoffentlich machen wir das bald wieder ;).

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